Ich bin derzeit etwas in Eile mit meiner masterlichen Arbeit, deshalb fallen die Texte hier etwas knapper und einfallsloser aus als sonst. Dennoch kommt das Süße nicht zu kurz, schließlich kenne ich keine bessere Nervennahrung. Und wenn ich so vor mich hin rühre und knete, siebe und Eier trenne, abmesse und verkoste, dann ist das meine perfekte Entspannung. Sowohl körperlich als auch geistig. Zumal mir in diesen Momenten auch schon wieder neue Ideen kommen, was ich noch alles schreiben, prüfen, verbessern muss. Wie ich Kapitel pfiffig einleiten, den Text anders strukturieren oder alles thematisch völlig neu aufsetzen könnte. Nein, so war das nicht gemeint. Meine Arbeits- und Denkpausen!
An Ostern habe ich in so einer Phase der Ablenkung einen hübschen neuen Blog entdeckt, obwohl ich nur nach einem Brotrezept gesucht hatte. Und heute vermochte Emiko Davies mich schon wieder zu verführen, ist das die Möglichkeit! Aber wie konnte sie auch ahnen, dass ich noch vom Wochenende alle Zutaten zu Hause hatte, die für ihr Eis brauchte. Ein Kompott köchelte ich auf eigene Faust dazu, und im Handumdrehen stand es auf dem Tisch: ein Rosmarin Fior di Latte-Eis auf Rhabarberkompott. Komisch, schon wieder diese Aromenkombination ...
Die Zutaten für 6 bis 8 Portionen (ich habe die Hälfte zubereitet):
Für das Eis:
500 ml Vollmilch
250 ml Sahne
130 g Zucker (Original: 150 g)
4 Zweige frischer Rosmarin
Für das Kompott:
3 Stangen Rhabarber
Saft einer Orange
3 bis 4 EL Zucker
Vollmilch mit dem Zucker und den Rosmarinzweigen erhitzen, aber nicht kochen. Umrühren. Am Rand zwischen Milch und Topf sollen Bläschen erscheinen, Dampf steigt auf - Topf vom Herd ziehen. Deckel drauf und abkühlen lassen.
Danach die Sahne einrühren und die Rosmarinzweige entfernen. Sofort in der Eismaschine gefrieren lassen.
In der Zwischenzeit Rhabarber schälen und in 1,5 bis 2 cm große Stücke schneiden. Mit Orangensaft und Zucker aufkochen und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Die Stücke können leicht zerfallen, sollen aber noch erkennbar sein. Abkühlen lassen.
Und schon kann angerichtet werden! Bei den Fotos musste ich mich ganz schön sputen. Zur Belohnung habe ich das Fotomodell sofort aufgeschleckt. Ganz, ganz köstlich, könnt ihr glauben! Ein Eis-Rest schlummert nun im Tiefkühlschrank und wartet darauf, dass nyhet mit dem großen Löffel kommt.

Ahhh....die Richtung bleibt so. Kräuter und süß!
AntwortenLöschenDas Rezept ist schon mal gespeichert! LG
Dein Fior di Latte erinnert mich an dieses kleine Milchspeise-Eis am Stiel mit der Kuh drauf, das ich als Kind so geliebt habe! Ich hab's recherchiert, es hieß Mini-Milk und kostete 30 Pfennig. :)
AntwortenLöschenDeine Rosmarin-Version ist klasse, diese Kombi aus stark und zart gefällt mir gut!
Leeeccckkkeerr :-) Liegt hier schon und wartet aufs Nachkochen. LG Nadja
AntwortenLöschen@Sybille: die nächste Kräuteridee wird schon ausgehext ... ;)
AntwortenLöschen@Gisa: Mein Lieblingseis war auch am Stiel, mit Schokolade überzogen. Und zum Schluss wurde immer der Schokorest, der sich unten um das Stäbchen knubbelt, abgeknabbert. Schokonase inklusive! :D
@Nadja: Und das Schönste - es geht ganz flott und ist total einfach. Ich mag das ja gerade bei Eis :D Liebe Grüße!
ohhh, das würde mir auch schmecken, wieder eine interessante Kombi
AntwortenLöschenlieben Gruß
Gaby
Ich liebe Rosmarin und in der Kombi ist das echt sehr lecker ;o)
AntwortenLöschenLiebe Grüße Kerstin
@Gaby und Kerstin: das Schlimme ist, hat man einmal den Löffel angesetzt, mag man nicht mehr aufhören!! Kennt ihr das? Viele Grüße :)
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